Retrospektive – Die Jahre 2016 bis 2018

  • Am 6. Januar 2019 in Web
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Bild aus Kimi no na wa, in dem Taki, der in Tokio auf einem Häuserdach in den Nachthimmel schaut, zu sehen ist.

Fast drei Jahre ist es her, dass ich diese Webseite und ihren Blog neues Leben eingehaucht habe. Daher ist es an der Zeit, zurück zu blicken. Was ist seitdem alles passiert? Habe ich neue Lehren daraus gezogen? Was plane ich für die Zukunft? Genau diesen Fragen möchte ich auf den Grund gehen.

Etwas ähnliches habe ich 2016 schon einmal gemacht und noch heute lese ich öfter mal in den Artikel hinein, um zu schauen, wo ich stehe und was sich seitdem geändert hat oder gleich geblieben ist.

Video- und Audioformate sind viel Arbeit

Eines der ersten Projekte nach dem Start der Webseite war eine Videoreihe zum damals frisch erschienen MMORPG Black Desert Online. Diese hat es auf insgesamt vier Folgen gebracht, in der ich einen kleinen Einblick in das Videospiel und dessen Mechaniken gebe. Das Video, welches das Arbeitersystem erklärt, ist mit über 3.600 Aufrufen mein zweiterfolgreichstes Video auf dem YouTube-Kanal. Abgesehen vom ersten Video, sind auch die anderen mehr oder weniger 1.000 mal aufgerufen worden. Für mich persönlich durchaus ein Erfolg.

Dennoch fehlte mir die Motivation an diesem Format festzuhalten und weitere Videos zu veröffentlichen. Einerseits, weil das Erstellen der Videos viel Zeit in Anspruch nimmt. Selbst mit dieser amateurhaften Art und Weise, wie ich sie zu diesem Zeitraum produzierte. Andererseits verging mir dadurch der Spaß am eigentlichen Spiel, weil ich die Videoreihe immer im Hinterkopf hatte. Einfach mal mehrere Stunden spielen und in der Welt vorankommen, ohne dabei etwas aufzunehmen, war nicht möglich, weil dann potentielles Material verloren ging.

Abgesehen von Videos, habe ich mich auch am Audioformat immer wieder versucht. Mit Quick Game wollte ich kurze Podcasts herausbringen, die interessante Themen anschneiden. Über die erste Episode hinaus hat es die Reihe aber nie geschafft. Auch der kürzlich erschienene Podcast zur Tale of-Reihe hat beim Aufnehmen und Vorbereiten zwar sehr viel Spaß gemacht. Aber unheimlich viele Stunden an Zeit gekostet, um ihn zu schneiden und nachzubearbeiten.

Dazu kommt noch, dass ich mich in diesen Formaten, im Vergleich zum Schreiben, nicht sonderlich gut ausdrücken kann. Was zusätzlich dazu führt, dass ich das Ganze lieber sein lasse.

Ich würde sehr gerne mehr unterschiedliche Formate anbieten, als nur niedergeschriebene Artikel. Dafür muss ich aber erst einmal eine geeignete Herangehensweise finden, deren Ergebnisse mir dann auch die Zeit wert sind. Vielleicht ist das etwas, dass ich in Zukunft angehen kann.

Verzicht auf Statistiken macht glücklich

Als ich 2016 diese Webseite neu gestartet habe, war für mich eines klar: Ich verzichte auf Besucherzahlen und sonstige Statistiken. Diese Werte hatten in den vorherigen Projekten einen zu großen Einfluss auf meine Motivation. Diesen Vorsatz konnte ich bis heute einhalten und so gibt es noch immer keinerlei Statistik zu dieser Webseite.

Ja, die Anzahl der Kommentare und die Interaktionen, die meine Tweets bekommen, sind ein Indikator. Aber kein besonders genauer. Daher sind mir diese ziemlich egal. Damit bin ich ziemlich glücklich.

Reviews und Gedankenspiele als Fokus

Die Artikel, welche ich in den letzten Jahren hier veröffentlicht habe, drehen sind entweder um Reviews von Anime und Videospielen oder um meine persönlichen Gedanken und Meinungen zu bestimmten Themen. Das ist etwas, über dass ich schon vor vielen Jahren gerne geschrieben habe und diese Leidenschaft scheint weiterhin bestand zu haben.

Die Artikel über Freiheit in Videospielen und wie ich JRPGs entdeckt habe, sind bis heute meine liebsten Werke aus dieser Kategorie. Zu Anime habe ich ausschließlich Reviews geschrieben. Hier möchte ich schauen, dass ich in Zukunft das Thema auch anders behandeln kann.

Ansonsten gab es einige wenige Artikel zu den Themen Web und Beruf. Letztendlich hatte ich dazu dann aber doch nicht so viel zu sagen, wie ich 2016 gedacht hatte.

Mein erstes Essay

Mit dem Artikel Was steckt hinter KI-Begleitern in Videospielen? habe ich mich das erste Mal an einem Essay versucht. Für dieses habe ich über Monate hinweg Informationen gesammelt und Notizen gemacht, indem ich mir stundenlang GDC Talks angeschaut habe. Herausgekommen ist für mich persönlich der beste Artikel, den ich je geschrieben und im Internet veröffentlicht habe – und ich mache das mittlerweile seit 2010.

Für diesen einen Artikel hätte ich mir ehrlich gesagt gerne eine andere Plattform gewünscht, auf der er eine realistische Chance hat, von möglichst vielen Leuten gelesen zu werden, die an diesem Thema interessiert sind. Vielleicht mache ich mich mal an eine Übersetzung und veröffentliche das Ganze auf Reddit. Dennoch ist es definitiv ein Highlight, wenn ich zurückblicke.

Mit schlechten Texten in die Mülltonne

Das Schreiben eines Textes ist ein Prozess, der mal innerhalb kurzer Zeit erledigt ist und sich mal über mehrere Tage, Wochen oder gar Monate erstreckt. Ganz unabhängig von der Länge des Textes. Trotz der Zeit und Mühe, die ich versuche in meine Texte zu stecken, bin ich nicht selten unzufrieden mit dem Ergebnis. Da werden dann schnell mal ganze Absätze gelöscht oder schon fertig geschriebene Texte wieder verworfen. Auch wenn das gerade im ersten Moment oft schwierig und schmerzhaft ist, habe ich festgestellt, dass es so besser ist. Einen Artikel zu veröffentlichen, mit dem ich unzufrieden bin, macht mir langfristig mehr zu schaffen, als diesen zu löschen. Das war eine wichtige Lektion, die ich in den letzten Jahren gelernt habe. Es ist aber eine gute.

Neues Interesse Videospieleentwicklung

Im Frühling 2017 habe ich zum ersten Mal an einer Game Jam teilgenommen und damit nicht nur angefangen zu lernen, wie ich Videospiele entwickeln kann, sondern auch direkt ein erstes entwickelt. Seitdem habe ich zwei weitere kleine Spiele innerhalb von Game Jams entwickelt und mich immer mal wieder mit dem Thema beschäftigt. Es ist eine schöne Abwechslung zur üblichen Webentwicklung, welcher ich normalerweise privat nachgehe.

Seit September arbeite ich nun das erste Mal außerhalb einer Game Jam an einem Spiel. Vielleicht wird dies also ein Thema, über das ich in Zukunft schreiben werde. Ich muss mir nur überlegen, wie ich das Ganze möglichst gut verpacken kann, ohne dass die Texte langweilig werden.

Schlusswort

2018 war von der Anzahl der Artikel das bisher schwächste Jahr. Dennoch bin ich insgesamt, wenn ich auf die letzten drei Kalenderjahre zurückblicke, mit der Entwicklung der Webseite zufrieden. Ich habe neue Dinge ausprobiert und über Themen geschrieben, die mich wirklich interessieren und mir Freude bereiten. Und genau darum geht es mir beim Schreiben.

Wenn du ein Leser sein solltest, der hier öfter mal vorbei schaut, ist dies die perfekte Gelegenheit für Feedback. Vielleicht hast du Ideen, die mir dabei helfen auch in Zukunft Inhalte zu erstellen, die interessant sind und mir Freude bereiten. Danke.

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