Meine ersten 60 Partien in Apex Legends

Am 4. Februar haben Respawn Entertainment ihr neustes Werk angekündigt und sogleich veröffentlicht: Apex Legends. Apex Legends ist ein F2P-Titel und gehört zum Genre Battle Royale. Nach der Veröffentlichung musste ich feststellen, dass das Spiel mir allein vom Zusehen her sehr zusagt. Gunplay und Movement erinnert, wie später auch oft angepriesen, an Titanfall 2. Ein Titel, den ich auch heute noch sehr positiv im Gedächtnis habe. Das alles führte dazu, dass ich in Apex Legends mal rein geschaut habe. Damit habe ich zum ersten Mal ein Videospiel aus dem Genre Battle Royale ausprobiert.

Mittlerweile habe ich 60 Partien bestritten und möchte meine Eindrücke in diesem Artikel gerne einmal festhalten und mit dir teilen. Dabei werde ich ganz bewusst auf sämtliche tiefergehenden Erklärungen bezüglich Battle Royale und Apex Legends verzichten, weil dies keine Review ist.

Einstieg mit Hindernissen

Apex Legends war nicht nur der erste Mehrspieler First-Person Shooter, den ich seit langem mal wieder spielte. Es war auch der erste überhaupt, den ich auf einer Konsole und somit mit dem Controller spielte. Dementsprechend war ich vor allem was das Zielen und Treffen anging grottenschlecht.

Dies war im ersten Moment ziemlich frustrierend. Mit Maus und Tastatur bin ich meiner eigenen Einschätzung nach ein guter FPS-Spieler. Aber auch dort hatte ich ja irgendwann mal bei null angefangen. Also hoffte ich darauf, dass ein Lerneffekt eintreten würde. Fehlanzeige. Nach über 40 Partien schaffte ich es nicht einmal Gegner zu treffen, die mich nicht bemerkt hatten und still an einer Position standen. War mein Fadenkreuz rechts vom Gegner und ich wollte dies korrigieren, war es dann links vom ihm. Das Zielen mit dem rechten Joystick war eine Qual und auf der PS4 unterstützt das Spiel leider keine Maus und Tastatur. Nebenbei: Der Konkurrent Fortnite tut dies.

Davon frustriert versuchte ich die unterschiedlichsten Empfindlichkeitseinstellungen – mit mäßigen Erfolg. Erst als ich die sogenannte »Look Deadzone« komplett deaktivierte und die »Response Curve« auf »Steady« setzte, wurde ich auf einmal deutlich besser.

Nun aber zu meinen Eindrücken zum eigentlichen Spiel.

Schnell und Unkompliziert

Auch wenn ich die ersten Partien nicht besonders gut war, hat mich das Spiel nie so sehr frustriert, dass ich deshalb aufgehört hätte. Ein Grund dafür ist der schnelle und einfache Spieleinstieg. Die Suche nach einem Spiel ist mit einem Knopfdruck gestartet und dauert in der Regel keine 30 Sekunden. Auch die Spielwelt ist schnell geladen und bereit. Dass zwischen dem Ende und Start einer Partie nur so wenig Zeit liegt, ist ein entscheidender Punkt, warum es für mich schwer viel aufzuhören.

Ein weiterer ist, dass eine Partie meistens nur um die 20 Minuten dauert. Und das nur, wenn ich zu den letzten Squads gehöre. Das hat Apex Legends den üblichen Battle Royale Elementen zu verdanken, die ich auch als Neuling im Genre schnell verstehen konnte. Damit ist selbst ein Match, in dem mein Squad lange dabei ist, keine große zeitliche Investition. Somit tut es auch nicht so weh, wenn ich dieses verliere. Als gutes Gegenbeispiel dazu fällt mit League of Legends ein, wo manche Partien bis zu 45 Minuten dauern und eine Niederlage dann schon ziemlich frustrieren kann.

Ein weiterer Vorteil der kurzen Dauer einer Partie ist, dass Apex Legends damit ideal für zwischendurch ist. Ich kann nach Hause kommen, ein oder zwei Runden spielen und mich dann anderen Dingen widmen, wenn ich möchte. Die Dauer eines Matches ist Vorhersehbar und das ist ein großer Pluspunkt, da ich längere Gaming Sessions eher an freien Tage spielen möchte. Somit ist es für mich das perfekte Spiel für zwischendurch.

Teamwork ist gefragt

Dass Apex Legends auf Teamarbeit setzt, ist ein Medaille mit zwei Seiten. Ich hatte Kameraden, welche auf die Zusammenarbeit verzichtet haben und unser Squad somit schnell eine jähes Ende fand. Ich hatte auch solche, die weder über das hoch gelobte Ping-System, noch via Voice Chat kommuniziert haben, weil sie beispielsweise zu zweit ihren privaten Voice Chat hatten und ich das dritte Rad am Fahrrad war. Zugegeben: Diese Partien sind frustrierend und nervig. Aber das Gute ist, dass sie zum Einen ein schnelles Ende finden und zum Anderen im Laufe der Tage nach Release immer weniger wurden. Es scheint ein Lerneffekt eingetreten zu sein.

Außerdem kann ich sagen, dass die Partien, in denen ich tolle Squad Member hatte, mich schnell wieder aufgeheitert haben. Es ist ein tolles Gefühl, sich als Squad gegenseitig zu unterstützen, über das Ping-System miteinander zu kommunizieren, sich langsam und mit Bedacht über die Karte zu bewegen und sich gegenseitig dann auch mal aus der Patsche zu holen. So durfte ich schon einige eins gegen zwei Situation bestreiten, die ich dann irgendwie tatsächlich für mich entscheiden konnte und es danach dann auch noch geschafft habe, meine Kameraden wiederzubeleben. Es ist spannend, geradezu nervenaufreibend und am Ende ein tolles Gefühl. Solche kleinen und großen Momente bietet das Spiel immer wieder und sind für mich das Highlight und ein weiterer Grund, warum ich gerne zu Apex Legends zurückkehre.

Insgesamt ist die Entscheidung von Respawn Entertainment, gestorbene Spieler wieder zurück in’s Spiel holen zu können, eine tolle. So fieberte ich nach meinem Ableben schon einige Male mit meinen Kollegen mit und hoffte, dass sie es noch irgendwie schaffen, heil aus der Sache heraus zu kommen und mich zurückzuholen. Im besten Fall haben sie mir dann auch noch auf dem Schlachtfeld eine Waffe und einige Items übrig gelassen, so dass ich mich wieder aufrüsten und somit nützlich machen kann.

Wenn die Teamarbeit stimmt, macht es mir auch nichts aus, mit Spielern in einem Squad zu landen, die nicht besonders gut sind. Denn schon allein die gelungene Zusammenarbeit macht Spaß und genau um diesen geht es mir.

 

Ein spannendes Waffenarsenal

Apex Legends bietet mit mittlerweile 20 unterschiedlichen Waffen einiges an Abwechslungs. Diese bestechen mich optisch fast alle mit ihrem futuristischen Aussehen. Scharfschützengewehre, Pistolen, Schrotflinten und Maschinenpistolen gibt es alle in den unterschiedlichsten Variationen. Jede Waffe hat außerdem einen von vier Munitionstypen.

Bei so vielen Waffen brauchte ich durchaus meine Zeit, um mich an die unterschiedlichen Verhalten der Waffen zu gewöhnen. Aber nach einer gewissen Zeit wusste ich, welche mir gut liegen und konnte Ausschau nach diesen halten. Mir persönlich haben es vor allem der Peacekeeper (Schrotflinte), Wingman und Mozambique (beides Pistolen) angetan. Mit ihrem Einzelfeuer, welches einiges an Schaden anrichten kann, machen mir diese vom Handling her am meisten Spaß.

Schlusswort

Mit Apex Legends habe ich insgesamt einen tollen Einstieg in das Genre Battle Royale gehabt. In den 60 Partien bin ich zwar nur zweimal mit meinem Squad Champion geworden. Aber dafür war ich einige Male unter den Top 3 und hatte vor allem während meiner Spielzeit sehr viel Spaß.

Ich hoffe, dass die Entwickler es schaffen langfristig genug Einnahmen zu generieren und das Spiel in die richtige Richtung entwickeln. Vor allem den Start der ersten Season und den damit verbundenen Battle Pass werde ich mir genau anschauen. Wenn das alles für mich passt, bin ich gerne bereit Geld zu investieren und auch in einigen Monaten gerne noch mit von der Partie.

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